Finanzministerium: "Inflation löst Schuldenprobleme nicht"

Das Bundesfinanzministerium lehnt trotz weltweit steigender Verschuldung eine höhere Inflation strikt ab. Mehr Teuerung zuzulassen, sei in Krisenzeiten zwar eine Versuchung. Denn öffentliche und private Schulden würden so entwertet. Ein laxer Umgang mit der Inflation sei aber vor allem eine Flucht aus der Verantwortung.

Wochenausblick: Quo vadis, Dax?

Mit dem Verfall von Optionen und Terminkontrakten auf Indizes und Aktien sind die Investoren am Freitag eine Sorge losgeworden. Nach dem "Hexensabbat" könnten die Börsen ab Montag eigentlich durchstarten - wäre da nicht die Sorge um Griechenland.

Lehman & Co.: Rechtsbruch könnte US-Banker einholen

Die Pleitebank Lehman Brothers hat ihre Bilanzen offenbar gezielt gefälscht. Manager, die intern dagegen aufbegehrten, wurden gefeuert. Einflussreiche US-Senatoren fordern jetzt, jedwedem Verdacht von Gesetzesbruch in US-Banken nachzugehen und die Akteure dann auch zu bestrafen.

Währungsfonds: EWF bräuchte bis zu 200 Milliarden Euro

Die Überlegungen des Bundesfinanzministeriums für einen Europäischen Währungsfonds werden einem Magazinbericht zufolge konkreter. Die Fachleute von Ressortchef Wolfgang Schäuble taxierten den Kapitalbedarf für die neue Institution demnach auf bis zu 200 Milliarden Euro.

Kabel Deutschland: Aktien werden zu 22 Euro ausgegeben

Kabel Deutschland hat den Sprung an die Börse geschafft. Der Ausgabepreis wurde auf 22 Euro festgelegt. Das liegt nahe dem unteren Rand der von 21,50 bis 25,50 Euro reichenden Zeichnungsspanne, teilte das Unternehmen mit.

Allianz: 2010 an Vorjahresergebnisse anknüpfen

Der Versicherungskonzern Allianz ist weiter zuversichtlich, 2010 an die Ergebnisse des Vorjahres anknüpfen zu können. Eine exakte Prognose bleibe im gegenwärtigen Umfeld jedoch schwierig, teilte der Dax-Konzern in seinem am Freitag in München veröffentlichten Geschäftsbericht mit.

Börse: Dax kann 6000 Punkte nicht halten

Angesichts des andauernden Pokers um Hilfen für Griechenland hat der Dax am Hexensabbat die Marke von 6000 Punkten nicht verteidigt. Auch an den New Yorker Börsen geht es zum Wochenausklang abwärts.

Dax-Geflüster: Angst vor Enteignung schiebt Aktien an

Euro-Land in der Zerreißprobe, Immobilienblase in China, faule Kredite im Bankensektor: Trotz Risiken steigen die Kurse an den Börsen, als stünde die Wirtschaft vor einem Boom. Doch die Anleger werden nicht von Optimismus getrieben. Angst vor kalter Enteignung durch Inflation zwingt sie zur Flucht ins Risiko.

Paketdienst: Fedex profitiert von anziehender Wirtschaft

Der US-Paketdienst Fedex hat in seinem dritten Geschäftsquartal deutlich von der Erholung der weltweiten Konjunktur profitiert. Der Deutsche-Post-Rivale steigerte Gewinn und Umsatz stärker als erwartet. Der Paketdienst blickt nun zuversichtlicher in die Zukunft als noch vor Kurzem.

Sonderabgabe: Assekuranz will nicht für Krise zahlen

Die Assekuranz will nicht mit den Banken in einen Topf geworfen werden. Sie habe die Finanzkrise nicht verursacht und sonst auch wenig gemein mit den Banken. So wehren sich die Versicherer vehement gegen schärfere Eigenkapitalanforderungen. Und schon gar nicht wollen sie für die Kosten der Krise geradestehen.

Conergy: Widerstand gegen Eckhard Spoerr

Dem Solarunternehmen Conergy droht nach Informationen von manager magazin neues Ungemach. Im Mittelpunkt des sich abzeichnenden Streits steht der umstrittene Aufsichtsratschef Eckhard Spoerr. Gegen seine Neuwahl auf der Hauptversammlung am 26. Mai formiert sich Widerstand von Aktionärsschützern.

Merck: Teure Topmanager bei Millipore

Der Darmstädter Chemie- und Pharmakonzern Merck muss womöglich viel Geld in die Hand nehmen, um das Management seines US-Zukaufs Millipore zu halten. Allein Millipore-CEO Martin Madaus besitzt Aktien und Optionen im Wert von mindestens 23 Millionen Dollar. Zudem kann er nach der Übernahme kündigen und seine Anteile verkaufen.

Börse: Dax verteidigt 6000-Punkte-Marke

Der Dax hat sich nur knapp über der Marke von 6000 Zählern behauptet. Zuvor hatte der deutsche Leitindex nach einem schwächeren Start den höchsten Stand seit zwei Monaten erreicht. An der Wall Street in New York gab es nur wenig Bewegung.

Steigende Einnahmen: Einmalzahlungen beleben Versicherer

Die deutschen Versicherer haben dank starker Geschäfte mit Lebensversicherungen die eigenen Erwartungen für 2009 übertroffen. Die Beitragseinnahmen kletterten auf 171 Milliarden Euro - dank eines Schubs im Geschäft mit Einmalbeiträgen. Der Branchenverband erwartet stabile Prämien für 2010.

Quartalszahlen: Nike verdoppelt Nettogewinn

Dank wachsender Nachfrage in China hat der weltgrößte Sportartikelhersteller Nike seinen Gewinn deutlich gesteigert. Konzernchef Mark Parker spricht von einem "großartigen Quartal". Die Zahlen dürften auch Adidas und Puma stützen.

Börse: Dax peilt neues Jahreshoch an

Erstmals seit Mitte Januar hat der Dax über der Marke von 6000 Punkten geschlossen. An der Wall Street legen die Indizes am Tag nach der Zinsentscheidung weiter zu. Ölwerte und Finanztitel sind gefragt: Der deutsche Leitindex nimmt sein Jahreshoch in den Blick.

Lanxess: Heitmann sieht Ende der Durststrecke

Die Krise in der Autoindustrie hat dem Chemiekonzern Lanxess 2009 kräftig das Geschäft vermiest. Das vierte Quartal stimmt Firmenchef Axel Heitmann jedoch zuversichtlich. In diesem Jahr will er wieder angreifen.

Zu wenig Neubauten: "Katastrophale Wohnungslücke"

In weiten Teilen Deutschlands werden nach Angaben von Immobilienwirtschaft und Mieterbund zu wenige neue Wohnungen gebaut. Deshalb könnten Preise und Mieten vielerorts drastisch steigen.

Autoindustrie: BMW ruft die Trendwende aus

In diesem Jahr soll bei BMW alles besser werden. Der Münchener Autobauer will deutlich mehr Autos als 2009 verkaufen und rechnet wieder mit schwarzen Zahlen in der Autosparte. Der Plan steht und fällt mit dem Erfolg des neuen 5er-Modells.

Geldanlage: Zinstief löst Ansturm auf Immobilien aus

Angesichts niedriger Zinsen und wachsender Inflationsängste suchen Anleger ihr Heil zunehmend in Wohnimmobilien. In manchen Großstädten ziehen die Preise für Eigentumswohnungen bereits so stark an wie seit fast 20 Jahren nicht mehr. Erste Experten warnen vor Übertreibungen.

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